Ob Rockmusik, Pop oder Klassik – hinter jeder Musikrichtung stehen heute Manager und Musiklabels. Das Musikbusiness ist nach wie vor ein Milliardenmarkt. Das gilt nicht nur für die USA, sondern auch für Deutschland.

Musikindustrie in Zahlen

Die Phononet Datenbank stellt in regelmäßigen Abständen Statistiken über den deutschen Musikmarkt auf. Die letzte Statistik stammt aus dem Jahr 2017. In diesem Jahr waren allein in Deutschland rund 289.000 Tonträger der verschiedensten Künstler und Genres erhältlich. Insgesamt wurden 76 Millionen Alben verkauft. Der Großteil davon entfiel auf Pop-Alben.

Popmusik ist auch hier das große Geschäft. Im Vergleich zur Klassik verkauft man im Popsegment wesentlich mehr Tonträger als im Bereich der klassischen Musik, obwohl die Verkaufszahlen beider Genres relativ konstant geblieben sind. Seit 2015 werden viermal mehr Pop-Alben verkauft als Klassikalben.

Auch das Nutzerverhalten hat sich bei den Musikliebhabern in den letzten Jahren stark verändert. Immer weniger Musikfans kaufen CDs oder Vinylalben. Die Zahl der Streams im Internet steigt hingegen stark an. Musik wird zwar nicht mehr so oft heruntergeladen wie noch vor einigen Jahren, doch Streaming wird immer populärer. Auf diesen Umstand hat auch die Musikindustrie bereits reagiert. Die Zahl der bezahlten Musikstreams sowie der Audiostreams auf werbefinanzierten Plattformen hat sich innerhalb von zwei Jahren bereits verdoppelt. In den letzten fünf Jahren hat sich die Zahl der Streams sogar verzehnfacht. Die Musikindustrie bietet dabei vor allem sogenannte Premium-Abos an. Diese bezahlten Abos haben sich in den letzten Jahren ebenso deutlich erhöht. Damit hat die Digitalisierung auch in der Musikbranche bereits vollständig Einzug gehalten.